Orte der Inspiration

von Theresa Connemann

Kultur und Leben

Wer kennt es nicht: in den Momenten, in denen es darauf ankommt, wollen die Ideen einfach nicht kommen. Nicht, weil es grundsätzlich an Kreativität mangelt, sondern einfach, weil gerade die Inspiration fehlt … Doch was macht man, wenn man so eine Blockade hat?

Starr auf das Problem schauen und auf eine Eingebung warten, auf jeden Fall nicht. Besser ist es sich kreativ betätigen. Einfach drauflos schreiben oder basteln ohne viel Sinn und Verstand. Manchmal reicht das schon, um die Ideen wieder fließen zu lassen. Ich kenne aber auch Momente, in denen solche Versuche keine Früchte tragen. Dann hilft es mir ungemein, meinen Arbeitsplatz für einen Moment zu verlassen und einen Szenenwechsel zu vollziehen.  Beispielsweise durch einen Spaziergang in der Natur. Oder durch Sport. Oder den Besuch von öffentlichen Plätzen wie einem Kinofoyer oder einem Einkaufszentrum. In der Kultur stößt man häufig auch auf Inspirationsquellen, sei es in Bibliotheken, Museen und Galerien. Einfach allein und ganz für sich sein.  Dafür müssen es nicht immer Orte der Stille sein. Oft helfen gerade belebte Orte, Stellen, an denen man sich einfach hinsetzen und Menschen oder Dinge beobachten und seine Gedanken schweifen lassen kann.

Allerdings kann ich auch Zuhause Inspirationsquellen finden. Zum Beispiel, indem ich zwischen Buchseiten abtauche, mich dabei in andere Welten verirre und ein vollkommen anderes Leben lebe. Musik kann auch ein Weg sein, um auf andere Gedanken zu kommen. Oft inspirieren mich schon bei genauerem Hinhören die Songtexte. Bei rein instrumentaler Musik kann ich fast die Geschichte fühlen, die mir die Instrumente erzählen möchten … Sogar das Surfen durch Instagram oder Pinterest kann ab und zu die Fantasie beflügeln.

Ob alleine oder in der Gruppe, Ideen können überall entstehen. Im Gespräch mit anderen kann ich meine Einfälle noch einmal reflektieren und mir neue Sichtweisen aufzeigen lassen. Ganz egal, wie und wo ich mich nun auf Ideensuche begebe, ich kann mich immer darauf verlassen, am Ende etwas zustande zu bringen.  Darum kann ich nur allen raten, die sich in ihrer Ideenfindung blockiert sehen – einfach mal den Blick schweifen zu lassen. Wo könnten noch Inspirationen lauern?

Theresa Connemann

Theresa Connemann schloss im Sommer 2018 ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (Fachrichtung Bibliothek) ab. Nach einem kurzen Abstecher in den Buchhandel arbeitet sie nun seit November 2019 für das kult Westmünsterland in Archiv und Bibliothek. In ihrer Freizeit liebt es die gebürtige Emsländerin hinter Buchseiten abzutauchen oder selber Geschichten zu schreiben. Wenn die FaMI nicht gerade versucht, einen Roman innerhalb eines Tages zu lesen, liebt sie es sich mit Freunden zu treffen oder Zeit mit der Familie zu verbringen und Monopoly zu spielen.

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